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“gmail”-Abmahner Giersch: Apple, T-Mobile und iPhone-Shop 3Gstore.de im Visier

In Deutschland muss es "Googlemail" heißen

Online-Shop am Freitag abgemahnt, weil im Menü des iPhone die alte Bezeichnung “gmail” statt “googlemail” verwendet wird.

3GStore.de wird trotz einer Abmahnung durch Daniel Giersch weiterhin iPhones ohne Vertrag und SIM-Lock verkaufen. Die Abmahnung, die dem Händler die Verwendung der alten Markenbezeichnung “gmail” im Menü des Smartphones verbietet, traf am vergangenen Freitag ein und betrifft alle Händler, die für den EU-Markt bestimmte iPhones importieren und deutschlandweit verkaufen. “Wir haben mit Hochdruck gearbeitet und eine Lösung für das iPhone entwickelt, mit der 3GStore.de die Markenrechte von Herrn Giersch nicht mehr verletzt, sich für den Kunden aber nichts ändert”, erklärte Kristof Loll, von 3GStore.de: “Auf den verlangten Verkaufsstopp lassen wir uns daher nicht ein.”

Die Kunden von 3GStore.de erhalten voll funktionstüchtige iPhones ohne SIM-Lock und ohne Vertrag, die sie mit jedem Provider nutzen können. 8-GB-Geräte kosten 699 Euro, 16-GB-Geräte 739 bzw. 759 Euro. Dieser Abmahnung voraus ging ein Rechtsstreit zwischen Google und Giersch, die sich um Markenrechte an “G-mail” stritten. Giersch landete dabei immer wieder juristische Erfolge. Interessant: Aus den Abmahnunterlagen geht hervor, dass auch Apple oder T-Mobile im August 2008 ähnliche Abmahnungen erhielten, die sich neben der Verwendung von “Gmail” auch um schon produzierte Werbemittel von T-Mobile drehten.

Seit Beendigung des juristischen Streits (Streitwert 250.000) werden deutschlandweit modifizierte Geräte ausgeliefert. Kristof Loll: “Es ist sehr verwunderlich, dass eine solche Rechtsstreitigkeit unter der Decke gehalten wird. Stattdessen wurden die Geräte stillschweigend modifiziert und die juristische Niederlage unter den Teppich gekehrt. Unfassbar!”